5. August 2015, Mittwoch 7:46

Mir meine Decke vom Sofa geholt, die Beine darin einschlagen, welche bedingt durch die kurzen Laufhosen halb nackt sind und an beiden Seiten die Fenster geöffnet, ein angenehmer Luftzug zieht durch den Raum.

Es gibt Frühstück. Eine Scheibe Mischbrot mit Humus, dazu ein Glas aufgelöste Magnesiumbrause. Keine Gedanken machen, ob ich anschließend aufs Klo muss, mir in die Hose machen, umfallen könnte. Jetzt gerade ist alles egal. Bis auf die unaufhörlichen Einmischungen Rumpelstilzchens…

Das ist das Cortison! Wie alle anderen, die immer davon zunehmen, wirst du dich dieses Mal nicht damit rausreden können, dass es nur Wasser ist, das der Körper gehortet hat.

Ein beängstigendes Szenario. Trotzdem noch einen Bissen und noch einen Bissen. Das Brot wie Gummi, hinterlässt einen angenehmen Eindruck auf dem Gaumen. Nicht wie jenes im Krankenhaus.

Gibt es ein Konzept für all das hier? Oder droht ein heilloses Durcheinander? Im Krankenhaus wurde auf jeglichen Schmerz einfach gleich mit noch mehr Tramal reagiert. Eine gute Stütze, um einigermaßen ruhig zu bleiben. Nach Sebastians Besuch sonntags hatte er das meiste, was ich haben wollte, vergessen. Ganz vorne auf der Liste stand der Rollstuhl, da das Krankenkassengestell sich alleine so gut wie kaum bewegen ließ. Aber ich saß bequem. Stundenlang ohne jeglichen Rückenschmerz bequem. Diesen Luxus kann mir meine Augenweide eines Rollstuhls nicht bieten. Ich warte bereits jetzt auf den Schmerz. Das Haus betreten, oder besser befahren, aufs Sofa gesetzt und zurück im Schmerzland.

Ich sagte es ja, kein Konzept.

Die Beschimpfung in meinem Kopf… Sebastian hat wohl meine Mutter gefragt, ob sie noch eine Waage hätte. Das, was er da mitgebracht hat, ist das erste Modell mit Analysefunktion, das ich mir Anfang 2000 bestellt hatte. Noch keine Batterien eingebaut, noch keine Ahnung, wie schlimm es bereits ist. Habe ich mich die fünf Tage nicht ausreichend kasteit? Das Essen war wahrlich nicht lecker, es fiel meistens ziemlich einfach, das vermeintliche Sättigungsgefühl zu akzeptieren und auszuleben. Erst recht unter dem Umstand, bis oben hin mit Cortison abgefüllt zu sein. Mit der ständigen Übelkeit, dem Brechreiz. Aber eben doch… Auch wenn ich einen großen Bogen um die Suppe machte, vom Hauptgericht immer nur drei bis vier Gabeln zu mir nahm (wenn überhaupt), den Nachttisch aß ich grundsätzlich auf. Seit gefühlten Wochen keinen Spiegel mehr gesehen. Ich lebte und zerrte nur von dem Eindruck, den ich beim Blick an mir runter gewinnen konnte. Und der Außenansicht von Pflegern, Schwestern und Mitpatienten, bei denen ich mich unermüdlich rückversichern musste, dass ich nicht bereits wie ein explodiertes Tomatenfeld aussehen würde. Ich sprach es nicht wie zuhause laut aus, außer es kam in einer Unterhaltung dazu. Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich selbst mein größter Feind bin. Und dann kam Sebastian sonntags und wollte mit mir in eins der Cafés fahren. Von denen nebenbei erwähnt kein Einziges geöffnet hatte. Er fuhr also mit mir in den Lift hinein, in den großen Bettenlift. Auf Gesichtshöhe alles verglast. Ich konnte mir kurz meine Visage zu Gemüte führen. Das Schlüsselbein, das im weiten Ausschnitt mit für meine Verhältnisse tiefen Schatten aufzuwarten hatte. Mein Antlitz blass, fahl, krank und schwach. Sehr wohl einem hungernden Menschen würdig. Und ja-ich war beruhigt. Ich klammerte mich an diesen Ausblick, versuchte, ihn auf meiner inneren Bühne abzulichten, fix zu installieren, mir eine Form zu schaffen, an der ich mich festhalten könnte. Aber das sind so hehre Ziele… unter diesen Vorausgaben pure Utopie! Immer wieder die Frage morgens bei der Wäsche: „Sehe ich schlimm aus?“. Bei den jungen Damen hatte ich nicht einmal die Berührungsangst, um über den Zustand der sich entwickelnden Steroidakne auf dem Laufenden gehalten zu werden. Es kam immer nur ein: „Nein, ist nicht schlimm. Man sieht eigentlich gar nichts.“. Bloß die Finger davon lassen! Doch wie oft schon wurde dieses Gebot über alles gestellt und dann noch schneller verworfen?

Einen Hakenschlag machen, Rückkehr zur Grundlinie? Ich weiß nicht, wie viel ich wiege. Beinahe selbstbewusst gab ich jedes Mal auf Nachfrage zu Protokoll, dass ich von 53 Kilogramm ausgehen würde. Dieses kleine Koma und die Unfähigkeit danach, mich auf die Waage zu stellen, weckten Begehrlichkeiten. Auch bei der... Nein! Ich sollte das Pferd wahrlich richtig herum aufzäumen.

Freitag 7:30 Uhr ging es gleich im Liegendtransport in die Universitätsklinik. Es war die Hölle los! Kurz nach 9:00 Uhr trudelten wir ein und bereits um 9:23 Uhr wurde ich im Rollstuhl ins Schwesternzimmer geschoben. Ganz oben auf der abzuarbeitenden Liste stand ein Blutbild. Doch mit welchen Venen und mit welchem Blut? So gut wie nichts getrunken. Erst recht für meine Verhältnisse und an diesem Tag sowieso nicht, um bei der Fahrt nicht in Schwierigkeiten zu geraten. Es wurde versucht und versucht. Eine der Schwestern (ich kenne sie schon länger und kann sie nicht unbedingt leiden, sie hat so ein strenges Gesicht, lächelt nie, ist nicht wirklich freundlich) quälte sich an mir ab und ich erzählte nebenbei, dass zuletzt wohl nicht umsonst das Schienbein zweimal angebohrt werden musste. Darauf sie: „So etwas habe ich ja noch nie gehört! Das gibt es nicht.“. Stellte mich als Lügner da. Ich zog mein linkes Hosenbein hoch und schleuderte ihr den Fachbegriff dafür um die Ohren: „Natürlich!! Das nennt sich intraossärer Zugang, dabei wird der Knochen angebohrt und eine Leitung direkt ins Knochenmark gelegt!“. Sie schüttelte noch einmal den Kopf und sagte dann nichts mehr. Auch ich schwieg. Blöde Kuh.

Über zwei Stunden trieb ich unterschiedliche Schwestern und Ärzte an den Rande des Nervenzusammenbruchs. Keiner schaffte irgendetwas. Weder Zugang noch Abnahme. Dabei hatte ich nachträglich zweimal heiß gebadet und eine Menge Wasser getrunken. Dafür war in zwei Stunden auch ausreichend Zeit vorhanden. Ich wurde immer weiter in die Ecke geschoben, hing da wie ein nasser Sack. Es war nun nicht so, dass ich die Schwestern unaufhörlich angeglotzt hätte… Versucht, meinen schweren Kopf an meinen gelähmten Armen abzustützen, zusammengesunken wie ein formloser Kartoffelsack, um dieses schöne Bild noch einmal zu bedienen. Irgendwann zogen sie sogar den Vorhang vor. Und dann wurde ich in den Flur verfrachtet, auf eine Liege gelegt. Liegen gelassen. Stunde um Stunde. Das eine Bein lag auf dem anderen und führte alsbald zu unangenehmen Missempfindungen. Auch die Blase füllte sich, aber ich schwieg, wagte es nicht, die Glocke zu betätigen. Einfach nur abwarten… IRGENDWANN würde jemand vorbeikommen.

In der Tat (nach Stunden) tauchte diese hübsche, dunkelhäutige Person auf, die ich aufgrund ihres zuvorkommenden und bemutternden Verhaltens fälschlicherweise für eine Schwester hielt. Sie machte ein paar neurologische Tests mit mir. Ich erzählte, dass die linke Hand seit 2008 kontinuierlich abbaut. Aber aktuell stärker sei als meine Rechte. „Ich habe Ihren Fall studiert. Weil ich mich erst vor kurzem mit allen Patienten auseinandergesetzt habe, die Gilenya erhalten haben. Darum kenne ich Ihre Geschichte ein wenig. Aber so wie es im letzten Befund stand, dass die Kraft beim letzten Test in den Händen annähernd normal gewesen sein soll… das kann ich mir nicht vorstellen.“. Ich sah sie wohl dankbar an und so lauteten dann auch meine Worte: „Danke schön! Wenigstens mal jemand, der das erkennt. Erst recht, dass so ein Krafttest niemals repräsentativ ist! Das wird einmal gemacht und schon notiert. Was ist aber mit der schwindenden Kraft? Was ist mit dem zweiten oder dritten Mal? Da bleibt nicht mehr viel übrig!“. Auch sie hatte zuvor versucht, einen Zugang zu legen. Und ich-freimütig wie immer-von meinem Suizidversuch erzählt.

Ein sehr zweischneidiges Schwert. Ich merkte alsbald, dass ich verdammt aufpassen musste, wem oder was ich von mir preisgebe. Manch eine Schwester, manch ein Arzt reagierte sofort alarmiert: „Muss ich mir jetzt Sorgen machen? Müssen Schritte in die Wege geleitet werden?“. An dieser Stelle angekommen, machte es bereits keinen Sinn mehr darüber diskutieren zu wollen, dass ich eigenständig bin und auch genauso eigenständig über mein Leben und mein Sterben bestimmen möchte. Und dann gab es da eine Neurologin, mit der ich dann hauptsächlich zu tun hat: „Ich kann sie sehr gut verstehen.“. Ganz leise, zwischen Tür und Angel.

Zurück zur Ambulanz. Was für Diskussionen! „Da geht nichts!! Wir müssen sie wohl oder übel nachhause schicken!“.

Es muss wohl diese Ankündigung gewesen sein, die mich zu folgenden Worten bewegte: „Ich habe mich komplett gegen das Cortison gesperrt. Allein aus Angst, dass ich wieder zunehmen würde. Aber so massiv, wie sich der Zustand jetzt in wenigen Stunden verschlechtert hat, kommt das einem Genickschuss gleich, mich unverrichteter Dinge nachhause in meine ganz persönliche Katastrophe zu entlassen. Der Nervenzusammenbruch, der nächste, steht dann erst abends privat zuhause und ist im schlimmsten Fall nur das Problem meines Lebensgefährten…“. Oder so ähnlich. Ich weiß es nicht mehr.

Wenn das mit der Leitung nicht klappt, müssen sie notfalls das Cortison schlucken.“. Prompt spürte ich in der Magengegend ein Unwohlsein, einen lauten Protest: „Kannste vergessen! Mach das mal ganz schön alleine, ohne mich!“.

Und ich lag da und lag da und war dankbar für jegliche menschliche Ansprache, wenn sie denn irgendwann mal eintrat. Wenn mir irgendwann mal jemand meine Flasche Powerade reichte. Wie irgendwann nach 13:00 Uhr endlich meine Tabletten gab.

Wie spät war es? 14:00 Uhr? 14:30 Uhr? Endlich-ein Entschluss: „Sie kommen auf die Station.“. Auf die erste Erleichterung folgte noch mehr Warten. Liegen und Warten. Selbst oben im zweiten Stock gammelte ich noch eine Ewigkeit in diesem Bett herum, irgendwo im Flur. Bis ich endlich auf mein Zimmer kam: 4-Bettzimmer, ich die jüngste Patientin. Vorerst waren wir zu dritt. Ich lag ohnehin nur da und rührte mich nicht. Nicht wie früher, wenn ich zuerst eine Runde im Zimmer drehte, mich bei jedem Bett freundlich vorgestellt habe und ein wenig die Distanz abbauen konnte. Nein. Ich lag einfach nur da wie ein Zombie mit Kopfschuss. Harrte der Dinge aus, die da noch kommen würden. Mein Magen wenig begeistert, da die Tabletteneinnahme noch nicht vom Tisch war. Eigentlich schwebte diese den ganzen Aufenthalt über wie ein Damoklesschwert über mir. Bedrohlich und immer in Bewegung. Ganz im Gegensatz zu mir. Bei diesem Test, bei dem man beide Hände des Neurologen in seine Hände nimmt und zudrücken muss… Meine Rechte machte gar nichts mehr. Die ersten zwei Tage konnte ich den Arm überhaupt nicht mehr heben, das rechte Bein nicht mehr heben. Keinen Millimeter. Von Schritten war nicht die Rede und ich wurde eigentlich nur noch gehoben und geschleift.

Apropos: Noch unten in der Aufnahme gab ich irgendwann zu Protokoll, dass ich jetzt dringend auf die Toilette müsste. Was haben sie gemacht? Mich samt Bett in die Behindertentoilette geschoben, meinen Unterleib entblößt, eine Leibschüssel unter meinen Hintern gestopft. Die Beine gespreizt, beide mit perfekten Aussichten auf mein Gemächt. Wie entwürdigend. Als sei es eine Schutzformel, zitierte ich unermüdlich eine Zeile: „Bloß keinen Katheter! Diese Ganzkörperinfektion zuletzt hat gereicht!!“.

Irgendwann nach gefühlt weiteren Stunden kam eine andere Ärztin. Wie oft ich gestochen wurde? Insgesamt? Nur an diesem einen Vormittag und Nachmittag? 20 mal oder häufiger? Alles zerstochen! Handrücken, Handbeuge, Armbeuge, Unterarme… alles. Viele Stellen mehrfach. Ohne Ergebnis.

Sie hatte jetzt nach dem dritten oder vierten Mal Glück. Die Blutabnahme machte sie schlussendlich ohnehin arteriell… Wer hätte das gedacht? Selbst diese Prozedur wurde zur Mäusemelkerei. Und irgendwann stand der Zugang. Auf tönernen Füßen. Es dauerte weitere Stunden, bis das Blutbild ausgewertet wurde und ich abends meine erste Infusion erhalten konnte. Der Katheter anschließend im Arsch.

Eigentlich war ich nur froh, dass endlich irgendetwas passierte. Irgendetwas… Denn mein Zustand verschlechterte sich weiter. Irgendwann um 15:00 Uhr oder später bekam ich Mittagessen. Klein geschnitten. Das einzige Menü, das wirklich wunderbar geschmeckt hat. Krapfen aus Polenta und Gemüse mit Joghurtsauce. Natürlich, die Milchschnitte um 7:00 Uhr war lange her. Aber ich musste mir verbieten, aufzuessen. Die Gier hätte mich prompt überrumpelt. Es blieb bei einer Hälfte.

Und diese fürchterlichen Matratzen, dieses fürchterliche Klima, diese fürchterliche Hitze… Die ganz alte Nachbarin weinte und jammerte im Schlaf die ganze Nacht hindurch, die andere neben mir ächzte vor Schmerzen. Doch auch wenn sie es nicht wahrhaben wollte-sie schlief ebenfalls, wieder und wieder, laut schnarchend. Und ich egozentrisches Miststück wach. Hätte ich nicht so groß tönen sollen am Tag davor, dem Besuch gegenüber, mich selbst jetzt perfekt therapiert zu haben, was die Schmerzen und Krämpfe betrifft? Von Donnerstag auf Freitag massive Krämpfe im linken Bein. Jetzt im Krankenhaus war die rechte Seite dran. Mich nicht umdrehen, nicht wenden, nicht die Position verändern können und so den Schmerzen hilflos ausgeliefert. Ich kam mir so lästig vor. Mehrmals musste ich anläuten, darum bitten, mich zur Seite zu legen, oder kurzfristig den verkrampften rechten Fuß hoch und runter zu bewegen. Schweißausbrüche die ganze Nacht und eben wach, in dieser Lärmkulisse.

Am nächsten Morgen unterhielt ich mich schon mit Sophie, etwa um die 50. Manchmal sind Menschen wahrlich einfach gestrickt. Oder ich verkompliziere mir meine eigene Situation.

Es gab gleich auf nüchternen Magen wieder diese Sprüche: „Du wirst schon sehen, das wird alles wieder gut!“. Ich konnte dann irgendwann nicht mehr als den Kopf zu schütteln. Und mich am zweiten oder dritten Tag klipp und klar zu distanzieren, als auch noch ihr wirklich netter Mann auf mich einzureden begann: „Bitte, das jetzt nicht böse werten: Aber es sind immer DIESELBEN Sprüche und ich kann sie wirklich nicht mehr hören. Ich weiß, es ist lieb gemeint. Aber ich hoffe, man versteht auch mich, wenn ich es nicht mehr möchte. Man kann Menschen und Krankheiten einfach nicht miteinander vergleichen und mir wieder und wieder zu predigen, dass sich an meinem Zustand noch signifikante Verbesserungen einstellen werden… das spendet mir persönlich keinen Trost. Das tut eigentlich nur weh.“ Und – klipp und klar?

Eine vierte Patientin kam ins Zimmer, über 80 und war gestürzt. Ihr Gesicht eine einzige Bremsspur. Sie lag mir gegenüber und lamentierte die ganze Nacht hindurch. Schimpfte, führte Selbstgespräche oder schnarchte laut. Lag erneut wach, unruhig von Cortison und Hitze und Lärm. Sophie, die am Fenster lag, war darauf bedacht, dieses tunlichst geschlossen zu halten. Draußen alles voller Wespen, die unaufhörlich in die Räumlichkeiten drangen und bei ihrer Allergie zu schwierigen Komplikationen führen hätten können, im Fall eines Stiches. Das Klima im Raum also zum Kotzen. Und es stank! Wie heilfroh war ich, als ich am zweiten Tag mit dem Rollstuhl in den Flur zu den Tischen geschoben wurde. Dort saß auch den ganzen Tag Raimund, vom Krankenzimmer nebenan. Bereits nach einem kurzen Wortwechsel waren alle Ecken ausgelotet. Eine Wellenlänge: Grün, weit links usw. Wir unterhielten uns stundenlang, über Gott und die Welt, von dem er nebenbei erwähnt genauso wenig hält wie ich selbst.

Stundenlang… ich war von mir selbst erstaunt, wie lange ich zuhören konnte und eröffnete selbst ihm die Vermutung, dass auch er mich für intelligenter halten könnte, als ich eigentlich bin. „Weil ich vielleicht die richtigen Fragen stelle?“. Er schüttelte vehement den Kopf. Abends fuhr er mit mir in den Fernsehraum und wir schauten mit seinem Mitpatienten, der sich benahm, als hätte er ADHS auf Speed, Fußball. Was für ein hitzköpfiger Mensch! Ständig sprang er auf und schimpfte laut. Raimund und ich sahen uns nur ruhig an und schüttelten den Kopf.

War es der zweite oder der dritte Abend? Ich brach kurz vor 20:00 Uhr zusammen und entschuldigte mich bei meinem Leidensgenossen, dass ich ihm nicht mehr zuhören könnte. Ich musste ins Bett.

Sebastian hatte sonntags wahrlich alles vergessen! Keine Maus, keine Tastatur und eben kein Rollstuhl. Aber einen MP3-Player, der dann die drei Nächte darauf auf volle Lautstärke lief, die ganze Nacht, ein wackerer Kampf gegen den Terror meiner Zimmergenossinnen. Geschlafen habe ich nur sporadisch. Ich denke, es war die zweite Nacht, als mich diese eine Schwester ins Bett brachte. Erst war sie noch freundlich und ich wollte ihr erklären, wie ich mich hinlegen möchte. Plötzlich faucht mich diese Kampfhexe an: „JETZT LEGEN SIE SICH GEFÄLLIGST HIN UND LASSEN MICH ARBEITEN!! ICH HABE DAS JA AUCH SCHLUSSENDLICH GELERNT!!…“. Es war so, als würde man nonstop mit einem Maschinengewehr direkt in mein Gesicht schießen! Ich konterte hilflos: „ES TUT MIR LEID! ES TUT MIR LEID! ES TUT MIR LEID!!“. Nur, damit sie endlich aufhört mich anzukeifen.

Regina kommt und meine Nerven liegen blank…

12:12

Nein, es ging. Sogar recht angenehm. Sie hörte wenigstens zu und meine Instruktionen fanden einen Abnehmer. Zweieinhalb Stunden hat sie hier alles auf Vordermann gebracht. Fühle ich mich jetzt besser? Sicherer?

Leider nicht. Ein kurzer Blick in den kleinen Handspiegel auf meiner Leinwand… mein Kinn mit provokant sichtbaren Entzündungen übersät.

Ich hätte da gestern wirklich nicht einmal darüber streichen dürfen. Denn die unangetasteten Stellen sind noch einigermaßen unauffällig.

Zurück zum Krankenhaus. Ich hätte wohl eine Stunde lang nach dieser Aktion geweint. Fühlte mich total ungerecht behandelt und fragte mich selbst erneut, was ich wohl für ein Monster sein muss, um in meinem Gegenüber eine derartige Reaktion ins Leben zu rufen. Wie damals als Kind mit meinem Vater. Aber Sophie stand sogar dreimal auf, um auf mich einzureden und mich zu beruhigen, dass die Tussi ja blöd sei und ich es mir bloß nicht zu Herzen nehmen sollte. Ich unterließ es, nachts noch einmal anzuläuten. Versuchte angestrengt, die Seitenposition zu halten, um bloß nicht in der Nacht irgendwann auf dem Rücken zu landen. Meine Füße rasteten jedes Mal sofort ein und breiteten noch mehr Schmerzen, noch mehr Krämpfe. Zum Glück musste ich dieser Schwester nicht noch einmal begegnen. Obwohl ich ohnehin nicht darüber aufhören konnte, ob sie jetzt auch noch zu ihren Kollegen schlecht über mich geredet haben könnte.

Irgendwann machte ich keinen Unterschied mehr daraus, ob ich von einem Pfleger oder einer Schwester gewaschen wurde, abgetrocknet wurde.

Und dann kam die dritte Infusion. Mittlerweile eine neue Leitung, dieses Mal im Oberarm, die für insgesamt drei Infusion anhalten sollte. Drei oder Vier, ich weiß es nicht mehr. Also der Tag der dritten Infusion… ich wurde wie gewohnt mit dem Rollstuhl ins Klo gefahren, doch da gab es diesen Handlauf frontal vom Rollstuhl und rechts von der Kloschüssel. Ich konnte mich daran festhalten und alleine nach oben ziehen, in den Stand befördern. Das war zuvor überhaupt nicht mehr möglich. Nur die Füße ließen sich nicht umstellen, der Rechte blieb am Boden einfach stur kleben. Doch mit jedem Versuch wurde es besser und vor allem erholte sich auch mein Kreislauf, als ich nicht mehr nur im Bett lag, endlich wieder aufrecht saß. Ich hatte dann auch keine Lust mehr, wegen jedem Gang zum Klo anzuläuten und versuchte es die ersten Mal alleine… gestern und vorgestern. Ziemlich instabil, aber ohne Sturz. Die Physiotherapeutin, die mich montags heimsuchte, holte mich zu sich in ihren Therapieraum und ließ mich erzählen. Mindestens eine halbe Stunde oder länger: „Da du ja wieder nachhause fährst, muss ich ja keinen Therapieplan aufstellen.“. Besonders interessiert zeigte sie sich an meinem Selbstmordversuch, was ich alles geschluckt hatte. Ihrerseits erzählte sie mir, dass sie ein Praktikum in Holland bei einer Sterbehilfe gemacht und nun einen ganz anderen Blickwinkel auf diese Thematik erhalten hätte. Auch sie bewertete nicht, was ich getan habe. Nicht, was ich mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit wieder tun werde. Ebenfalls die Anorexie, oder nennen wir es einfach die Essstörung, weil ich immer noch nicht wie ein klassischer Anorektiker aussehe. Vielleicht wie ein Bulimiker? Aber nicht wie jemand, der sich knallhart das Essen verbietet.

Meine Seite, meine Bilder hat sie sich auch angesehen. Diese drehten ohnehin scheinbar eine Runde durchs Krankenhaus. Auch jene Neurologin, mit der ich wieder bei der Entlassung zu tun haben sollte, sagte mir augenzwinkernd am Ende der Visite ganz leise: „Ich habe mit Ihre Seite angesehen… ganz große Kunst.“.

Sandra, so hieß die Physiotherapeutin, zeigte mir noch die klassischen Fingerübung und wiederum ich ihr, was ich damit nicht machen kann. Auch mit meinem Notebook ließ sich eigentlich so gut wie nichts anfangen. Ich konnte weder Tastatur noch Touchpad bedienen. Und eigentlich war man ohnehin immer in Gespräche verwickelt und dann war da ja noch das Buch von Frau Essl, durch das ich mich arbeitete. Wahrlich, es war Arbeit! Dieses ganze Gerede von Christentum und Gebetskreisen… anstrengend und mühselig!

Raimund dann schon zu Botendiensten eingeteilt. Mir aus dem Automaten überteuertes Mineralwasser mit Geschmack holen. Mehrmals. Sonst war es nicht auszuhalten. Immer nur dieses lauwarme Leitungswasser oder dieser widerliche Tee, von dem ich prompt Sodbrennen bekam. Und das bunte Wasser war wenigstens kurzfristig eiskalt und verlieh einem so etwas ähnliches wie Geschmack!

Gestern dann die zweite Heimsuchung der Physiotherapeuten, dieses Mal im Doppelpack. Erst wollten sie sich ansehen, wie ich aufstehe. Doch ich fühlte mich zu Höherem berufen und meinte, ob man nicht gleich ein paar Schritte gehen könnte. Das waren dann einige Schritte mehr als gedacht, links und rechts eine Therapeutin am Händchen, die mich notfalls aufgefangen hätte. Früher oder später gab der rechte Fuß auf und ein kurzer Halt auf einer ausladenden Bank wurde eingeplant. Dort saß man und ich wurde wieder mit Fragen gelöchert. Oder war einfach so in meinem Cortison drin und hab geschwafelt ohne Unterlass?! Immer diese Selbstkorrektur!

Für die Visite war ich wieder zu langsam, als diese an mir vorbeirauschte und in meinem Zimmer verschwand. Doch ich bekam meine Aufklärung direkt im Flur serviert, hinterher. Dass das Cortison jetzt so schnell und so gut angegriffen hätte, das wäre toll… sagte sie, ehe sich ihr Gesicht verfinsterte: „Aber Ihr MRT…“. Sie druckste herum. Was war zu erwarten? Nichts? Nichts oder eine Hiobsbotschaft?!

Ganz ehrlich? Ich konnte ihr nicht zuhören. Ich dissoziierte, filterte extrem jedes ihrer Worte. Das Meiste landete wohl im Müll. Dachte noch darüber nach, wie ich ihr zuvor die Hand gegeben hatte: kräftig, mit adäquatem Händedruck. Woraufhin sie gleich auch noch die linke Hand begutachten wollte.

Also was hat sie mir erzählt? „Im MRT einige Veränderungen… In den Bildern mehrere kontrastmittelaufnehmende Läsionen… Vor allem am Hirnstamm, das passt aber zu Ihrer aktuellen Symptomatik...“. Meine Stirn fiel in Runzeln und ich unterbrach sie wohl, wofür ich mich gleich im Vorfeld entschuldigte: „Klingt das jetzt makaber? Geschmacklos? Ich lebe mit dieser Pseudowissenschaft, dass es nur Psychosomatik sei, seit Jahren. Übertrieben ausgedrückt seit Jahrzehnten. Da klingt so ein erschütterndes Ergebnis für mich fast wie eine Absolution.“. Wieder und wieder in Gedanken bei all jenen, die unermüdlich auf mich eingeredet haben. „Alles nur die Psyche!“, „Alles wird wieder gut!“… ich bin es leid.

Irgendetwas habe ich vergessen zu fragen…“, mein Gehirn immer noch im Ausnahmezustand, so konnte ich mir mindestens ein „Ähm“ nicht verkneifen: „Steht der Termin am 3. September noch?“.

Ja, ja, das tut er! Bei wem sind Sie?“. War da Erleichterung, dass ICH das Ruder herumgerissen hatte? „Bei Frau Dr. Fuchs. Dann werden wir wohl darüber sprechen, wie meine MS nun gewertet werden muss und ob ich nicht besser früher als später wieder des Gilenya einnehmen sollte. Besser so eine geringfügige Stabilität als nur noch Abbau im Renntempo.“.

Ich saß nach der Visite eine Ewigkeit da und konnte nicht denken. Ich saß mit dem Entlassungsbrief gut zwei Stunden da und konnte immer noch nicht denken. Erst recht ob der Wortwahl, die nun gefunden wurde. Endgültig gefunden wurde?

Sebastian zuhause und 13:00 Uhr. Er würde später noch einmal nach Jennersdorf fahren, um das mit dem Transportschein für die Rettung und der Krankenkasse endlich abschließen zu können. Und dann eben noch was zu essen mitbringen. Es ist Mittag, erst vor 10 oder 20 Minuten meine Drogen eingeworfen. Und die setzen jetzt zu wirken an, weil ich meinem Blutzucker eine Kleinigkeit gönnen musste. „Du kannst ja eine Milchschnitte essen und dann später noch etwas anderes.“. Mir jeden einzelnen Bissen auf der Zunge zergehen lassen. Süß geht gerade unter diesen Umständen am besten. Einmal dachte ich im Krankenhaus, ich hätte erneut einen Blutzuckercrash. Die klassischen Symptome davor. Bat eine der Schwestern, meinen Blutzuckerwert zu ermitteln. Das hätte ich nicht gedacht oder lag es an der davor vom Obstkörbchen für die Sonderklasse ergatterten Banane, die uns eine der Schwestern im Vorübergehen zugesteckt hatte? Eine für Raimund und eine für mich? Der Blutzucker komplett überhöht-180 oder mehr. Unter Cortison würde man erst ab 300 Insulin spritzen und so ein Wert wäre vertretbar, meinte die lustige Schwester. Natürlich bin ich beruhigt, jetzt im Abschlussbericht von normalen Blutwerten lesen zu können. Obwohl man sich doch immer auch wünscht, mit seinem eigenen Umgang mit dem eigenen Körper sichtbare Spuren hinterlassen zu haben… wie zum Beispiel mit dem Hungern. Diesem Thema wird aber… das Wort ist weg… Diesem Thema wird Raum gebilligt (nein, diese Ausdrucksweise sagt mir nicht zu… aber was soll's).

Somatischer Befund: Patientin in reduziertem Ernährungs-und Allgemeinzustand.“.

GERADE DU, DU FETTE SAU!!

Was habe ich mir also gedacht? Auch Sebastian ging zuhause durch eine Achterbahn. Ich sagte auch mehreren Ärzten, was ihm am liebsten gewesen wäre: „Dass Sie mich hier behalten und einmal auf den Kopf stellen!“. Verständnis dafür wurde bekundet. Eben jene Ärztin, von der ich jetzt gesprochen habe, sagte an irgendeinem Tag (Freitag, Samstag, Sonntag), ob ich vielleicht ein MRT machen lassen würde. Vermutlich weiteten sich meine Augen wie bei einem kleinen Kind unterm Weihnachtsbaum: „Ja, ja, JA!“. Sie daraufhin, dass das Letzte schon länger zurück liegen würde. Sonntags war dann mehr oder minder klar, dass es montags „vielleicht“ eine bildgebende Diagnostik geben könnte. „Irgendwann“. Ich sei auf Abruf in der Liste. Dass ich gleich montags um 10 in der Röhre lag, kam dann doch relativ unerwartet. Meine Genossen erhielten bereits bei der Visite erste Befunde dessen, was gefunden wurde. Ich sollte eben noch einen Tag warten, um eben wie beschrieben an diesem Tisch zu sitzen und nicht mehr denken zu können, als es vorbei war.

Als könnte ich jetzt mit diesem Befund all diesen Moralaposteln, die unermüdlich meinen Weg säumen, eins in die Fresse hauen! ES IST EBEN NICHT ALLES PSYCHE!! WAS WOLLT IHR NOCH?!

Nein, denken geht nicht mehr. Noch einmal den Befund überfliegen… wie oft steht es da? Einmal, zweimal: „Patientin mit sekundär progredientem Verlauf.“.

Ein Novum.

Das Tramal schaukelt mich ein, werde wohl aufs Sofa kriechen. Die Brille musste ich bereits vormittags abnehmen, ich konnte nicht mehr sehen. Mit sinkendem Blutzucker wurde es immer schlechter. Ich diktiere und korrigiere (wenn überhaupt) gerade blind. Doch an meinen Augen hätte man nichts feststellen können.

Abends musste ich unbedingt duschen. Das Krankenhaus abwaschen. Und nachts im Bett konnte ich mich wieder alleine umdrehen. Zwar sehr unsicher, aber doch alleine vom Rollstuhl aufstehen, um alleine meinen Toilettengang zu bestreiten.

Nein, ich kann nicht mehr… Couch. Neben mir eine eiskalte Flasche Mineralwasser. An Tagen wie diesen auch das besser zu vertragen als nur Leitungswasser. Davon wird mir schlecht…

15:11

Ein kleiner Milchkaffee. Ist mir dieser überhaupt erlaubt? Oder sprengt meinen Rahmen? Werde ich ihn vertragen?

Ich bin todmüde und die vorhin geschluckte halbe Entwässerungstablette bringt Wassermassen zu Tage. Nach dem Essen kurz die Beine hoch gelagert, beide Füße doppelt so dick geschwollen. Ich könnte, ich würde mir am liebsten selbst auf den Körper kotzen! Und dazu diese Aknefresse… Kann man ein Medikament nicht einfach bekommen und sich über dessen Wirkung freuen?

Scheinbar Nein.

Irgendwann sollte heute im Laufe des Tages noch eine kurze Aufnahme entstehen. Aber ich finde mich selbst so dermaßen untragbar… mich dreimal davor umziehen? Mehrere Aufnahmen machen lassen, bis ich mich selbst einigermaßen dulden kann?

Ein wenig über die letzte Zeit erzählen, den Abbau, die Gedanken und das Krankenhaus… dabei hasse ich mich selbst so sehr.

Das Herz in meiner Brust scheint doppelt so schnell zu schlagen. Immer diese Nebenwirkungen. Die nächsten Tage werde ich mir wieder unaufhörlich das Gesicht waschen. Bereits nach zwei Tagen Cortison fing die Haut im Gesicht an zu schuppen.

Hauptsache ich werde wach. Der erste Schluck vom Kaffee schmeckt gut… vorerst.

17:29

Grobe Korrekturmaßnahmen vom Text.

Sebastian hat mir zuvor draußen mit dem Gartenschlauch beide Beine abgespritzt. Geraume Zeit hielt sich dieses Gefühl von Erleichterung, von Abkühlung, um jetzt erneut zu überhitzen.

Den Plänen für ein Video lediglich insofern nähergerückt, als dass ich die Hose gewechselt habe. Oder von ihm gewechselt wurde. Auf der Terrasse blüht noch diese eine Sonnenblume. Hat die halbe Tablette auch wirklich ALLES von der Flüssigkeit, die ich alleine heute konsumiert habe, aus meinem Körper und meinem Gewebe entfernt?

Vor der Spritztour hatte er mich an unserem kleinen Teich gestellt. Doch es herrschte Totenstille. Keine Grille, keine Heuschrecken… außer Flugzeuge! Dabei benötigt die geplante Aufnahme einen sommerlichen Anstrich.

Meine Stimme versagt. Wird leiser und kratzt. Draußen im Holunder vor dem offenen Fenster eine Horde Mönchsgrasmücken… die ganze Familie. Die Beeren werden allmählich blau. Werden reif. Der Duft draußen ließ sich nicht in Worte fassen.

Wie schon angekündigt… ins Badezimmer fahren, den Kopf unter den Wasserhahn halten und hoffen, wie ich immer hoffe, dass es kurz Erleichterung schafft.

Geringfügig. Dazu immer mehr Entzündungen. Mit diesem Aussehen vor die Kamera? Was anziehen, was soll meinen wertlosen Schrotthaufen kaschieren können?

Das nächste Loch in meinem Tramalspiegel kündigt sich an. Gleich, gleich gibt es was… und dann zum Abendessen Joghurt. Immer noch angestrengt die Tageskalkulation hoch und runter berechnen: eine Scheibe Mischbrot, mittags ein Laugengebäck, nachmittags ein halber Kaffee und jetzt eben noch Joghurt, mit vermutlich viel zu viel Kalorien. Klingt nicht einmal nach zu viel, aber für meinen Körper und erst recht meinen internen Freund wird es ausreichen oder gleich zu viel sein.

Warum fühle ich mich jetzt wie ein Versager? Weil für einen ganz kurzen Moment die Gier zum Vorschein kam. Ich tatsächlich noch vor dem ersten Bissen vom Brötchen dachte, dass eben eines nicht ausreichen könnte? Dabei hatte ich bereits ab der Hälfte Schwierigkeiten, es zu kauen, am Ende gar hinunter zu würgen. Mir wurde speiübel und lediglich das eine Sahnebonbon danach flutschte problemlos hinunter.

Der Kopf erneut heiß, die Haut erneut fettig. Den Ventilator ins Gesicht halten.

19:25

Video? Selbsthass bei der Arbeit...

Endlich Tramal? Jetzt nur zum Abstellen.